Türchen #19

Spieler mit Ecken und Kanten, die braucht es, um sich auf dem Platz Respekt zu verschaffen und die Herzen der Fans durch die kämpferische Leistung zu erobern.

Nein!

Spieler mit Spielwitz und Kreativität, die braucht es, um auf dem Rasen den Gegner ins Leere laufen zu lassen und so durch Geniestreiche die Fans für sich zu gewinnen.

Nein!

Man nimmt einfach einen, der beides konnte…

 

Türchen #19: Sérgio da Silva Pinto

Im Norden Portugals, dort wo der Douro in den Atlantik fließt, entstanden zwei Städte; Porto nördlich der Mündung, Vila Nova de Gaia südlich der Mündung. In der südlichen Stadt wurde am 16. Oktober 1980 Sérgio Ricardo da Silva Pinto geboren. In seiner Kindheit spielte er in der Jugendabteilung des benachbarten FC Porto, zeigte also schon früh sein fußballerisches Potential. Anfang der 90er, als Pinto 12 Jahre alt war, zog seine Familie nach Deutschland, besser gesagt nach Haltern.

Dort spielte Pinto auch wieder in der Jugendmannschaft und es dauerte nicht lange, bis Talentsucher des benachbarten FC Schalke 04 klingelten und den Jungen in ihrem Team sehen wollten. Mit 14 Jahren sagte Pinto zu und wechselte. Dort durchlief er alle Jugendteams und bekam am 11. September 1999 bei der 2:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen mit noch 18 Jahren seine erste Bewährungsprobe bei den Profis im Parkstadion. Danach verbrachte er die nächsten Jahre aber bei der zweiten Mannschaft und spielte erst zwischen dem Frühjahr 2003 und Saisonende 2004 mehrfach für die Schalker. Sein einziges Tor für Schalke schoss Pinto im Oktober 2003 im DFB-Pokal im Zweitrundenspiel gegen den SC Freiburg. Der 2:2-Ausgleich des 23-Jährigen reichte nicht bei der 3:7-n.V.-Niederlage.

Weg von Schalke

Zur Saison 2004/05 glaubte Schalke nicht mehr an den Durchbruch des Deutsch-Portugiesen in seiner Mannschaft und verlieh Pinto nach Aachen in die 2. Liga zur Alemannia. Dort angekommen, gab er sich selbstbewusst und forderte den Aufstieg. Dieser wurde jedoch verfehlt, auch weil Alemannia nach dem Erreichen des Pokalfinales im Mai 2004 im UEFA-Pokal gefordert war und dort bis in die Zwischenrunde gegen AZ kam. Sérgio Pinto sammelte dort seine ersten Europapokal-Erfahrungen. Nach der Saison wechselte Pinto fest nach Aachen und spielte sich auf der rechten Seite des Spielfelds fest. Dabei war es erst einmal egal, ob er als Rechtsverteidiger oder Rechtsaußen agierte. Sein erstes Zweitligator hatte er im September 2004 gegen Unterhaching geschossen, insgesamt schoss er in den beiden Saisons in der 2. Liga jeweils vier Tore und bereitete neun Tore vor.

Am Ende der Saison 2005/06 stand der von Pinto versprochene Aufstieg in die Bundesliga, seine ersten Spiele im Aachener Trikot dort verliefen gut, insgesamt spielte er 29 Spiele im Oberhaus und schoss Tore gegen Cottbus und Bremen. Verhindern konnte er den direkten Abstieg der Alemannia zurück in die 2. Liga aber nicht. Stattdessen musste er einiges über sich ergehen lassen, als der Wechsel zu Hannover 96 zum Saisonende bekannt gegeben wurde. Er sagte später, dass er dabei vom Verein nicht genügend Rückendeckung erfahren habe.

Die Glanzzeit

Es half natürlich, dass bei 96 mit Dieter Hecking ein Trainer arbeitete, der Pinto schon nach Aachen geholt hatte (und der dort in der Bundesliga-Saison von Michael Frontzeck beerbt wurde). So kannte Pinto schon einige Gesichter, auch den neuen Stürmer Mike Hanke kannte er aus Schalker Zeiten.

So begann die Saison 2007/08, in der Pinto zunächst nur auf der Bank saß, bis er am 7. Spieltag seinen Kurzeinsatz auf der Bielefelder Alm nutzte und fünf Minuten vor Schluss das 2:0 schoss. Sein erster Treffer für die Roten. In der Saison kamen noch Tore gegen Wolfsburg und Frankfurt hinzu, größere Aufmerksamkeit erhielt Pinto aber durch zwei rote Karten in der Rückrunde. In beiden Fällen war Pinto hart gefoult worden, seine Ausflüge in die Selbstjustiz mit Nachtreten wurden jedoch nicht nur vom DFB mit langen Sperren geahndet; auch der Verein sperrte den nun 27-Jährigen vereinsintern nach dem zweiten Platzverweis am 28. Spieltag bis zum Saisonende. Im weiteren Verlauf seiner Karriere blieb er ein harter Spieler, bis auf eine gelb-rote Karte in der letzten 96-Saison kam aber kein Platzverweis mehr hinzu.

In der Saison 2008/09 erarbeitete sich Pinto langsam wieder den Platz in der ersten Elf zurück und schoss vier Tore. Seine wahre Führungspersönlichkeit zeigte Pinto aber in der Saison 2009/10: Nachdem er den Saisonstart mit einer Meniskusverletzung verpasst hatte und Trainer Dieter Hecking entlassen worden war, spielte er zunächst unter Andreas Bergmann wie gewohnt weiter. In diese Zeit fiel natürlich auch der Tor Robert Enkes, der die Mannschaft und vor allem Führungsspieler wie Pinto traf und aber auch zusammenschweißte. Nachdem Mirko Slomka das Team im Januar 2010 übernommen hatte, spielte Pinto schnell im defensiven Mittelfeld und dort auch über alle Grenzen hinaus. In den letzten Wochen, in denen es um das Überleben in der ersten Liga ging, spielte Pinto trotz eines Außenbandrisses im Knie bis zum Saisonende und schoss dabei in den wichtigen Wochen noch drei weitere Saisontore gegen Frankfurt und an den letzten beiden Spieltagen beim 6:1 gegen Mönchengladbach und dem 3:0 in Bochum.

Europapokal

Nach dem Klassenerhalt unterschrieb der nun 29-jährige Pinto einen neuen 3-Jahres-Vertrag bei 96 und lieferte im Anschluss vielleicht seine beste Saison für Hannover ab. Nach 34 Spieltagen stand der Verein auf Platz 4 und damit fast in der Europa-League-Gruppenphase, Pinto selbst spielte 31 Spiele, schoss fünf Tore und bereitete sechs weitere vor. Die Belohnung für diese Saison folgte mit seinem bislang größten Erfolg, dem Erreichen des Viertelfinals der Europa League, wo 96 gegen Atletico Madrid – den späteren Turniersieger – ausschied. In der Europa League schoss Pinto zwei Tore, eins im Heimspiel gegen den FC Kopenhagen, eins im Achtelfinalrückspiel gegen Standard Lüttich.

Die Folgesaison war wie eine Art Reprise: Es wurde noch einmal europäisch gespielt, auch wenn es nicht ganz so weit ging. Pinto schoss ein Tor im Rückspiel gegen Anzhi Makhachkala. In der Liga fiel man aufgrund der Doppelbelastung aus den europäischen Plätzen. In der Liga holte Pinto wieder elf gelbe Karten wie in der Vorsaison, schoss aber nur ein einziges Tor.

Zum Start der Saison 2012/13 war Pinto fast 32 und in den Mannschaftsrat der Roten gewählt worden. Gegen Nöttingen schoss da Silva Pinto, wie er ab dieser Saison offiziell hieß, zwei Treffer in der ersten Pokalrunde, aber insgesamt konnte man in der Liga sehen, wie die Kräfte des Mittelfeldmotors langsam nachließen. Seine Bundesligatore 18 und 19 schoss er in der Rückrunde bei der 4:5-Niederlage auf Schalke und beim 3:2 bei Aufsteiger Greuther Fürth. Diese sollten aber seine letzten Tore für 96 bleiben, im Zuge der Umstrukturierungen wurde sein auslaufender Vertrag nach 159 Bundesligaspielen für Hannover 96 nicht verlängert.

Nach 96

Im Sommer 2013 zog es den Deutsch-Portugiesen nach Spanien zu UD Levante. Gegen den Vorstadtklub aus Valencia hatte Pinto bereits in der Europa League schon gespielt. Neben Pinto spielte auch Christian Lell immer noch beim spanischen Klub, dazu sprach mit Andreas Ivanschitz ein weiterer Mitspieler Deutsch, wobei Pinto als Portugiese keine wirklichen sprachlichen Schwierigkeiten hatte, sich einzufügen. In Spanien kam Pinto aber nur auf 18 Einsätze in der Liga und dabei auf eine Vorlage, die Spiele im Camp Nou hat er jedoch nicht in guter Erinnerung. Am ersten Spieltag verlor Levante 0:7 gegen Barcelona und Pinto erlebte die zweite Halbzeit nicht. Im Pokalspiel bei Barcelona verlor man ebenfalls hoch und Pinto humpelte mit einer Muskelquetschung nach einer halben Stunde vom Platz.

Zur Saison 2014/15 kehrte Pinto zurück nach Deutschland. Zunächst spielte er beim Steve Cherundolos Abschiedsspiel mit, danach unterschrieb er einen 2-Jahres-Vertrag bei Fortuna Düsseldorf. Die Zeit dort, die eigentlich nur ein Karriereausklang werden sollte, entwickelte sich nun zur Leidenszeit. Am 12. Spieltag brach ein harter Ball aus kurzer Distanz Pinto im Spiel gegen Ingolstadt den Kiefer, setzte einige Spiele aus und versuchte schnell sein Comeback zu geben. Doch im April 2015 musste er feststellen, dass es so nicht funktionierte. Der Kieferbruch war äußerst kompliziert und Pinto konnte nur unter Schmerzen essen und trainieren. Mittlerweile ist über ein Jahr seit der ursprünglichen Verletzung ins Land gezogen und noch immer ist an ein Comeback nicht zu denken. Ich vermute, dass er nun seinen Vertrag bis zum Saisonende noch erfüllt und danach seine lange und verdienstreiche Karriere beendet. Wenn alles gut läuft, wird er zum Saisonende noch einmal ein kurzes Comeback geben und dann mit 35 Jahren in die Gegend von Aachen ziehen, wo er seit seiner Zeit vor zehn Jahren ein Haus hat und lebt.

Eine echte #h96legende.

 

Noch jemand?

Heute nicht.

 

Türchen #1 – Daniel Haas (1 Spiel, 0 Tore)
Türchen #2 – Marius Stankevicius (2 Spiele, 0 Tore)
Türchen #3 – Henning Hauger (3 Spiele, 0 Tore)
Türchen #4 – Adrian Nikci (4 Spiele, 1 Tor)
Türchen #5 – Abel Xavier (5 Spiele, 0 Tore)
Türchen #6 – Jan Simak (6 Spiele, 2 Tore)
Türchen #7 – Gunnar Heidar Thorvaldsson (7 Spiele, 0 Tore)
Türchen #8 – Carlitos (8 Spiele, 0 Tore)
Türchen #9 – Erik Jendrisek (9 Spiele, 0 Tore)
Türchen #10 – Roman Wallner (10 Spiele, 0 Tore)
Türchen #11 – Jan Rosenthal (80 Spiele, 11 Tore)
Türchen #12 – Hanno Balitsch (150 Spiele, 12 Tore)
Türchen #13 – Mohamadou Idrissou (64 Spiele, 13 Tore)
Türchen #14 – Johan Djourou (14 Spiele, 0 Tore)
Türchen #15 – Valdet Rama (15 Spiele, 0 Tore)
Türchen #16 – Artjoms Rudņevs (16 Spiele, 4 Tore)
Türchen #17 – Sören Halfar (17 Spiele, 0 Tore)
Türchen #18 – Ricardo Sousa (18 Spiele, 1 Tor)

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Türchen #15

Gestern ging es um einen Spieler, der als Kind aus Afrika nach Europa kam. Heute behandelt der Blogpost einen jungen Mann, der aus einem europäischen Kriegsgebiet fliehen musste und in Deutschland eine neue Heimat fand.

 

Türchen #15: Valdet Rama

Valdet Rama stammt aus Mitrovica im Kosovo, welches zum Zeitpunkt seiner Geburt noch ein Teil des gesamten Staates Jugoslawien war. In den folgenden Jahren kam es in den Jugoslawienkriegen zu neuen Staaten, Teilstaaten, Massakern und viel Leid und Elend in den jugoslawischen Teilrepubliken. Im Jahr 1995 war der Bosnienkrieg endlich beigelegt worden, im Kosovo schwelte der Konflikt aber weiter, bis 1999 auch dort der Krieg ausbrach. Bis dahin war es aber trotzdem schon sehr unsicher im Norden Kosovos geworden, so dass sich die Familie Ramas im Jahr 1996 entschloss, nach Deutschland zu fliehen.

Wolfsburg und Ingolstadt

Rama kam zunächst in Hagen unter, dem „Tor zum Sauerland“. Dort spielte er Fußball in der Jugend und bewies sein Potential, spielte später in Iserlohn und dann in der Jugendabteilung von Rot-Weiß Essen. Dort beeindruckte der Albaner so sehr, dass die Amateurmannschaft vom VfL Wolfsburg auf ihn aufmerksam wurde und Trainer Uwe Erkenbrecher den 17-Jährigen verpflichtete. Bei seinem Debüt in der Oberliga Nord gegen Brinkum schoss er nach drei Minuten nach 1:0. In den beiden Jahren in der Oberliga schoss Rama in 30 Spielen zehn Treffer, zur Saison 2007/08 stieg die Wolfsburg-Reserve auf. In der letzten Saison der alten Regionalliga Nord konnte Wolfsburg II aber nicht mithalten und wurde Tabellenletzter, Rama konnte nicht ein Tor erzielen.

Der nun 20-Jährige wollte sich nun beweisen und unterschrieb einen Vertrag beim FC Ingolstadt, welcher gerade aus der Regionalliga Süd in die 2. Bundesliga aufgestiegen war. Seine Saison 2008/09 begann sehr stark mit einem Tor und zwei Vorlagen in den ersten drei Spielen, er erzielte wie den ersten Zweitligatreffer auch das zweite Saisontor gegen Greuther Fürth. Insgesamt reichte es für den Aufsteiger jedoch nicht und man rutschte im Laufe der Saison auf Rang 17 ab und stieg in die neuformierte 3. Liga ab.

15x 96

Der neue 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke holte den Albaner nach Hannover, um zur Saison 2009/10 die beiden Außenbahnen zu beleben. Sein Debüt für 96 war die 1:3-Pokalpleite gegen Mario Baslers Eintracht Trier, die in der Saison zum Pokalschreck avancierten. In der Liga machte Rama sein erstes Spiel gegen Mainz 05 und legte im Laufe der Saison noch 14 weitere Spiele nach, bei denen er auf beiden Außenbahnen zum Einsatz kam. Dabei machte er den Großteil seiner Spiele unter Andreas Bergmann, weil Dieter Hecking nach dem Mainz-Spiel seine Sachen packen musste. Unter Mirko Slomka hatte Rama nur noch wenige Einsätze, immer öfter spielte Rama in der zweiten Mannschaft.

In der Saison 2010/11 spielte er bis zum Winter unter Andreas Bergmann bei Hannover II in der Regionalliga Nord und schoss dort im Dezember 2010 auch sein einziges Tor in den Trikots der „Roten“. Es war aber abzusehen, dass er in der Bundesliga keine Chance mehr hatte und sah im Februar 2011 seine Chance, in der Allsvenskan bei Örebro SK durchzustarten.

Europareise

Für zwei Jahre spielte Rama in Schweden und war dort Stammspieler in der ersten Saison, in der der Verein im unteren Mittelfeld landete, dabei erzielte er acht Tore. Im Sommer 2011 spielte Rama Europa-League-Qualifikation, schied aber gegen Sarajevo aus. In der zweiten Saison verringerten sich Einsatzzeiten und Tore und zum Saisonende stieg Örebro in die Superettan ab. Im Januar 2013 wechselte Rama mit nun 25 Jahren in die Primera Division zu Aufsteiger Real Valladolid. Nachdem er mit ein paar Kurzeinsätzen überzeugen konnte, spielte er in der Saison 2013/14 31-mal und schoss auch ein Tor gegen Athletic Bilbao. Zum Saisonende stand Valladolid aber dennoch auf Platz 19 der spanischen Liga und stieg ab.

Wichtiger war für den Kosovaren aber während seiner Zeit in Spanien seine Nominierung für die albanische Nationalmannschaft und seine ersten Länderspiele. Im Juni 2013 schoss er in seinem zweiten Länderspiel gegen Norwegen beim 1:1 sein erstes Tor für Albanien. In der WM-Qualifikation für Brasilien 2014 wurde Albanien aber nur Vorletzter in der Gruppe. Insgesamt hat er bislang 15 Länderspiele gemacht und dabei drei Tore geschossen.

Zurück nach Deutschland

Nach dem Abstieg mit Valladolid wechselte Rama zu 1860 nach München. Mit drei Toren und vier Treffern in 26 Spielen half er 1860 zumindest auf den 16. Platz und damit rettete sich der Münchener Klub in die Relegation gegen Holstein Kiel. Nachdem es im Rückspiel kurz vor Schluss ganz schwarz aussah und der Abstieg fast beschlossen war, schloss Rama aus 25 Metern komplett verzweifelt ab, vom Pfosten prallte der Ball auf den Fuß von Innenverteidiger Kai Bülow und der verwandelte zum 2:1.

In der neuen Saison läuft es für 1860 nicht besonders besser, dazu hat Rama fast die komplette Hinrunde mit Adduktorenproblemen aussetzen müssen. Am Wochenende konnte der nun 28-Jährige aber ein kurzes Comeback bei der 1:3-Niederlage gegen Heidenheim feiern. Am kommenden Sonntag kann Rama beim SC Freiburg für einen Lichtblick vor dem Weihnachtsfest sorgen.

Eine echte #h96legende.

 

Noch jemand?

Auch Innenverteidiger Carsten Linke hat genau 15 Erstligaspiele für Hannover gemacht, bevor er seine lange Karriere mit 37 Jahren beendete, in der er 96 aus der Regionalliga in die 1. Liga führte. Am 6. Spieltag köpfte Linke den Ball zum zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer gegen den VfL Bochum in die Maschen, bevor man das Spiel kurz vor Schluss noch abschenkte und 2:2 spielte.

 

Türchen #1 – Daniel Haas (1 Spiel, 0 Tore)
Türchen #2 – Marius Stankevicius (2 Spiele, 0 Tore)
Türchen #3 – Henning Hauger (3 Spiele, 0 Tore)
Türchen #4 – Adrian Nikci (4 Spiele, 1 Tor)
Türchen #5 – Abel Xavier (5 Spiele, 0 Tore)
Türchen #6 – Jan Simak (6 Spiele, 2 Tore)
Türchen #7 – Gunnar Heidar Thorvaldsson (7 Spiele, 0 Tore)
Türchen #8 – Carlitos (8 Spiele, 0 Tore)
Türchen #9 – Erik Jendrisek (9 Spiele, 0 Tore)
Türchen #10 – Roman Wallner (10 Spiele, 0 Tore)
Türchen #11 – Jan Rosenthal (80 Spiele, 11 Tore)
Türchen #12 – Hanno Balitsch (150 Spiele, 12 Tore)
Türchen #13 – Mohamadou Idrissou (64 Spiele, 13 Tore)
Türchen #14 – Johan Djourou (14 Spiele, 0 Tore)

Türchen #5

Fußballer lassen sich ja generell in verschiedene Kategorien einteilen: Da gibt es die Vereinstreuen, die ein Leben lang von der F-Jugend bis zu den Altherren beim selben Verein spielen, jeden Mitarbeiter und deren Familien kennen und immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Fans „seines“ Vereins haben. Dann gibt es die Karrieristen, die zwar durchaus loyal sind, sich aber bei einem Angebot eines besseren Vereins verabschieden, aber nicht müde werden zu betonen, wie toll die Zeit bei dem vorherigen Verein doch war. Dann kommen die Söldner, das ultimative Feindbild eines jeden Fans, der am Stammtisch ernst genommen werden will. Das sind die Spieler, die nach wenigen Spielen nur das große Geld sehen und immer nur Kohle, Kohle, Kohle scheffeln wollen, ob beim Heimverein oder dem Erzrivalen.

Und dann gibt es noch die Wandervögel. Solche Typen, die über das Stadium des Söldners hinaus gewachsen sind. Deren Karrierepfad als Kneipenquiz dient, deren Art und Eigenheiten kultig geworden sind.

Einer der berühmtesten Wandervögel des 21. Jahrhunderts machte auch in Hannover halt.

Türchen #5: Abel Xavier

Um seine Herkunft ranken sich Mythen. Okay, das ist leicht übertrieben. Abel Luís da Silva Costa Xavier wurde in Mosambik geboren und zog als Kind mit seiner Familie nach Portugal. Dort lernte er das Fußball spielen und vor allem das Verteidigen. Man kann aber durchaus sagen, dass ihm das Wandern im Blut lag. War es zunächst nur der Umzug von der Ex-Kolonie auf das europäische Festland, führte sein Weg danach durch fast alle Profiligen Europas.

Zunächst wurde er zu einem waschechten Verteidiger ausgebildet, zunächst bei Estrela Amadora, einem Verein, der mittlerweile nur noch portugiesischer Drittligist ist. Mit 21 meldete sich der große Nachbar aus Lissabon, Benfica. Xavier wurde Nationalspieler und wurde mit Benfica 1994 portugiesischer Meister. 1995 ging es nach Italien, zum FC Bari. Dort machte er nur acht Spiele und der Verein stieg zum Saisonende ab. Xavier wandte den Blick zurück Richtung Westen und fand Real Oviedo in der spanischen ersten Liga. Dort war er zwei Jahre lang Stammkraft in der Innenverteidigung und schaffte es in beiden Spielzeiten, gerade so den Abstieg des Traditionsvereins zu verhindern.

Niederlande, England, Türkei

Im Sommer 1998 meldete sich PSV Eindhoven und verpflichtete den mittlerweile gestandenen 25-jährigen Portugiesen. Mit den Niederländern spielte er Champions League und wurde Tabellendritter. Während der Saison fiel er allerdings mit Knieverletzungen viele Wochen aus. Das hielt den FC Everton aber nicht davon ab, ihm ein Vertragsangebot zu unterbreiten und ihn auf die Insel zu holen. Dort verbrachte er zweieinhalb Spielzeiten – fast schon ein Rekord – machte in der Zeit aber wegen verschiedener Verletzungen nur knapp über 40 Spiele. Im Winter 2002 meldete sich trotzdem Evertons großer Bruder, der Nachbar von der Anfield Road. Der FC Liverpool war wohl auf die spektakulären Frisuren aufmerksam geworden und wollte sein Profil schärfen. So machte Abel Xavier die paar Meter quer durch die Stadt und wurde ein „Red“. Zwar konnte er in der Rückrunde in der Zwischenrunde der Champions League etwas aushelfen und auch in der Liga etwas zum zweiten Tabellenplatz beitragen, allerdings spielte er in der nächsten Saison überhaupt keine Rolle mehr und trug seine Frisuren nur noch auf der Tribüne zur Schau.

Im Januar 2003 wurde er für sechs Monate an Galatasaray ausgeliehen, dort machte er immerhin elf Spiele. Er verbrachte ein weiteres halbes Jahr auf der Tribüne an der Anfield Road, bevor der Ruf erklang, der sein Leben verändern sollte…

„Hat der Typ geile Haare!“ – @follix

Ricardo Moar ist ja eine der Lichtgestalten, die es bei Hannover 96 zum Posten des Sportdirektoren geschafft haben. Und dieser sah in der Winterpause der Saison 2003/04 seine Chance, einen echten Weltstar zu angeln. Einen Nationalspieler vom FC Liverpool, was konnte da nur schief gehen? Hannover stand im gesicherten Mittelfeld auf Platz 11, Trainer Ralf Rangnick wird sich wie Bolle über diese Verpflichtung gefreut haben.

Am 20. Spieltag durfte Xavier das erste Mal auflaufen, seine weiteren Spiele für Hannover geschahen an den Spieltagen 21, 22, 23 und 34. Ich habe mal die „kicker“-Noten konsultiert: 5; 5; 6; 5,5; 4,5. Das macht einen Notenschnitt von 5,2. Das ist nur so mittel. In den Spielberichten zu den Spielen lassen sich wenige positive Aspekte finden. Er war schlichtweg überfordert. Dafür schillerte seine Frisur schöner denn eh und je.

Italien, England, USA

Die Zeit bei Hannover war also wirklich keine erfolgreiche. Kein Wunder, dass er nach dem Abstecher an der Leine zunächst einmal vereinslos war, bevor im Januar 2005 der AS Rom zugriff und Xavier in seine Dienste stellte. Spielen tat er aber kaum und im Sommer 2005 war er schon wieder weg. Zurück nach England, wo er ja in der Liverpooler Gegend schon seine größten Erfolge gefeiert hatte. Es sollte alles wieder gut werden, aber es wurde nur noch schlimmer. Nach der 1. Runde des UEFA-Cups gegen Skoda Xanthi wurde er beim Dopingtest auf ein anaboles Steroid positiv getestet und für ein Jahr gesperrt. Im November 2006 durfte er wieder anfangen zu spielen und machte noch bis zum Saisonende ein paar Partien, bevor er im Sommer 2007 in die USA wechselte und dort bei Los Angeles Galaxy seine lange Karriere mit 35 beendete.

Mittlerweile ist Abel Xavier zum Islam konvertiert, nennt sich Faisal Xavier und widmet sich nach eigenen Angaben jetzt humanitären Aufgaben. Zaghafte Bemühungen, in der Welt des Coachings Fuß zu fassen, ließ er schnell wieder bleiben.

Eine echte #h96legende.

Noch jemand?

Neben Abel Xavier soll hier noch auf Außenverteidigerlegende Joao Pereira hingewiesen werden, der es in der vergangenen Rückrunde ebenfalls auf fünf Einsätze brachte und dabei sogar einen Platzverweis kassierte. Ansonsten bleibt von Pereira nur in Erinnerung, dass er nach dem Rauswurf von Korkut cool seine neuen Treter bei Instagram postete. Pereira spielt aktuell wieder bei Sporting in Portugal.

Auch Deniz Kadah soll nicht vergessen werden. Der mittlerweile 29-Jährige war Hannover-II-Spieler, bis Mirko Slomka ihn in der Rückrunde 2013/14 in den Profikader berief. Dort reichte es für fünf Kurzeinsätze ohne Torerfolg. Im Sommer 2014 wechselte er in die Türkei zu Rizespor und hat dort in der laufenden Saison fünf Tore in 12 Ligaspielen erzielt.

Türchen #1 – Daniel Haas (1 Spiel, 0 Tore)
Türchen #2 – Marius Stankevicius (2 Spiele, 0 Tore)
Türchen #3 – Henning Hauger (3 Spiele, 0 Tore)
Türchen #4 – Adrian Nikci (4 Spiele, 1 Tor)

Türchen #2

Nachdem der Auftakt gestern so gut geklappt hat, geht es gleich weiter mit…

Türchen #2: Marius Stankevicius

Marius Stankevicius ist wahrscheinlich der erfolgreichste 96er der jüngeren Geschichte. Zwei Einsätze, 80 Minuten Gesamtspielzeit: 6 Punkte. Volle Ausbeute. Damit ist Stankevicius vermutlich Tayfun Korkuts Königstransfer.

Stankevicius kommt aus Kaunas, einer Stadt, welche Anfang der 80er Jahre noch Teil der UdSSR war. 1990 – als Stankevicius neun Jahre alt war – erklärte Litauen im Zuge der Perestroika nach den ersten freien Wahlen die Unabhängigkeit. Kaunas, damals wie heute zweitgrößte Stadt des Landes, war aber nicht der Ort, an dem Stankevicius das Fußball spielen lernte. Er zog dafür nach Panevėžys, zum FK Ekranas, und durchlief dort in den 90er Jahren die Jugendabteilung und stieß schnell in die erste Mannschaft. Als junger, großer Innenverteidiger erweckte er die Aufmerksamkeit italienischer Vereine und zog in die große Fußballwelt, um in der Serie A seinen Weg zu gehen.

Brescia und Nationalmannschaft

Mit 20 Jahren landete er in der Lombardei bei Brescia Calcio, einem Verein, der mit ziemlicher Regelmäßigkeit zwischen Serie A und Serie B pendelt. Stankevicius wurde zunächst verliehen, schaffte es dann aber, sich einen Stammplatz zu ergattern und spielte über 170 Mal für die „Biancazzurri“, natürlich in beiden Ligen. Zur gleichen Zeit wurde er auch Nationalspieler. Insgesamt 67 Spiele bestritt er für Litauen, schoss dabei vier Tore. Gleich sein viertes Länderspiel war ein EM-Qualifikationsspiel zuhause in Vilnius gegen die deutsche Nationalmannschaft, welche frisch gebackener Vizeweltmeister war. Er spielte als Rechtsverteidiger und sorgte mit einem Eigentor für den 0:2-Endstand.

Sampdoria, Sevilla, Valencia – die Glanzzeit

2008 spielte Brescia in der zweiten Liga, Stankevicius aber überzeugte. Der Nationalspieler wurde in diesem und dem nachfolgendem Jahr “Litauens Fußballer des Jahres”, traf dreimal in der WM-Qualifikation 2010, trotzdem reichte es in der Gruppe nur zu Platz 4. Er spielte aber nicht mehr in Brescia. Sampdoria Genua hatte im Sommer 2008 3 Millionen Euro auf den Tisch gelegt und sich die Dienste des nun 27-Jährigen gesichert. Er war zu einer sicheren Bank in der Defensive geworden, sei es als Innenverteidiger oder als rechter Außenverteidiger. Sampdoria hatte große Hoffnungen, spielte als Tabellensechster international. Zum Ende der Saison 08/09 stand der Klub mit dem Litauer in der Startelf aber nur auf Platz 13. Im Winter der kommenden Saison wurde Stankevicius zum ersten Mal nach Spanien verliehen, zum FC Sevilla. Dort half er als Stammspieler mit, dass Sevilla Tabellenvierter wurde und sich erneut für die Champions League qualifizierte. Er kehrte jedoch nur kurz zum Koffer tauschen nach Genua zurück, 10/11 spielte er die komplette Saison in Spanien – allerdings beim FC Valencia. Er konnte also nicht mit Sevilla gegen Hannover 96 antreten, die durch Jan Schlaudraff gegen jene Mannschaft den Grundstein für den größten europäischen Erfolg legten.

Rom und die Türkei

Bei Valencia machte er 21 Spiele und kehrte mit nun 30 Jahren zurück nach Genua. Dort ging gerade die Welt unter. Genua war abgestiegen, nur wenige Jahre nach Europapokalgenüssen. Stankevicius hatte durchaus berechtigte Ansprüche, erstklassig zu spielen und so ging er für 800.000 Euro nach Rom zu Lazio. Während der zwei Jahre lief aber wenig richtig für ihn. Das Alter holte auf, immer öfter hatte er wegen muskulärer Probleme und vor allem Schmerzen in der Achillessehne sorgten dafür, dass er nur wenige Einsätze erhielt und sich nach Vertragsende eine neue Herausforderung in der Türkei suchte.

In Anatolien bei Gaziantepspor spielte er regelmäßig, die Knochen hielten wieder ganz ordentlich. Um ihn herum war es aber ganz und gar nicht ruhig. Gaziantepspor spielte von Beginn der Saison bis zum letzten Spieltag um den Abstieg, in der Saison hatte Stankevicius drei Trainer, die Rettung geschah erst in letzter Minute. Mit nun knapp 33 Jahren schaute der Litauer sich noch einmal um, ob ein Klub dem vereinslosen Verteidiger nicht eine neue Heimat geben wollte. Und als er schon dachte, “die Spielzeiten in Europa beginnen ohne mich”, kam…

Hannover 96

Am 11. August 2014 wurde Stankevicius präsentiert – als Backup für den Backup – weil sich André Hoffmann das Kreuzband gerissen hatte. Für Stankevicius gab es die Rückennummer 18, einen Vertrag bis Saisonende und zunächst einmal zwei Spiele für Hannover II – gegen Werder II und Cloppenburg. Danach wurde er direkt in den Kader berufen und schaute sich die ordentliche Hinrunde unter Tayfun Korkut auf der Bank an. Doch dann – ausgerechnet vor dem Spiel bei Borussia Dortmund – meldete sich Hiroki Sakai ab und der Posten auf der rechten Abwehrseite musste gefüllt werden. Stankevicius stellte sich der Herausforderung und lief am 9. Spieltag als Rechtsverteidiger auf.

Groß war die Hoffnung unter 96-Fans bei dem Spiel nicht: Erst musste Christian Schulz Linksverteidiger spielen, Felipe begann ein Spiel in der Innenverteidigung, und dann musste auch noch Sakai durch den Backup ersetzt werden, der kurz vor dem Karriereende zu sein schien. Ich stand an dem Tag im Auswärtsblock im Westfalenstadion und hoffte zumindest auf ein schönes Spiel. Und das sollte ich bekommen: Es waren wenige Sekunden gespielt, da holte Stankevicius Einwürfe aus seinen Oberarmen, wie sie zuletzt Michael Tarnat durch 96-Spiele geschleudert hatte. Halbfeldflanken von außerhalb des Spielfelds, punktgenau auf Leo Bittencourt. Ein Traum. Defensiv hatte der 33-Jährige natürlich wenig gegen einen gewissen Marco Reus entgegenzusetzen und er versuchte es auch gar nicht über Manndeckung, sondern versuchte die Passwege zuzustellen, vor allem ging es darum, die Diagonalbälle abzufangen. Das ging einige Male ordentlich schief und alleine der Verfassung des BVB in der Hinrunde war es zu verdanken, dass es glimpflich ausging. Nach 72 Minuten, Hiroshi Kiyotake hatte gerade für die Führung gesorgt, da meldete sich Stankevicius Oberschenkel. Reus hatte ihn deutlich über die Belastungsgrenze gebracht. Korkut brachte Maurice Hirsch und Manuel Schmiedebach durfte das Spiel als Rechtsverteidiger über die Runden bringen.

Stankevicius war nun erst einmal außer Gefecht, stand aber dennoch über den weiteren Saisonverlauf regelmäßig als Alternative auf der Bank zur Verfügung. Die ersten Spiele der Ära Frontzeck verpasste er mit Rückenproblemen, doch am letzten Spieltag, als es um alles ging, und der SC Freiburg alles in Bewegung setzte, um nicht doch noch den Ausgleich zu schaffen, war der Litauer da. Nachdem nur noch zehn Minuten zu spielen waren und die Mannschaft 1:0 führte, beschloss Frontzeck, alle Verteidiger einzuwechseln. So machten Kiyotake und Andrööösen Platz für Felipe und Stankevicius und ein Raunen ging durch das Niedersachsenstadion. Es war doch noch viel zu viel Zeit zum Mauern. Und das konnten wir doch eh nicht. Es spielten jetzt Zieler – Albornoz, Schulz, Felipe, Marcelo, Stankevicius, Sané, Schmiedebach, Stindl – Karaman, Briand in einem 5-3-2 gegen Freiburg und vor allem gegen die Zeit. Natürlich hatte der Trainergott vorausgesehen, dass nur 100 Sekunden später Pavel Krmas das dümmste Eigentor des Jahrzehnts schießen sollte und man nun ein 2:0 verteidigen konnte. Und Gott sei es gedankt, denn Nils Petersen machte ja noch das 2:1 in der Nachspielzeit. So war es aber, dass der Vorsprung hielt und der Abstieg abgewendet worden war. Die Ehrenrunde glich einem kollektiven Ausatmen.

Zurück nach Spanien

Und Stankevicius? Der wusste, dass seine Zeit in der Bundesliga vorbei war. Nie hatte er gemeckert, das wäre auch gar nicht seine Art gewesen. Aber so ganz mit Fußball aufhören wollte er auch noch nicht. Zum Glück hatte er sich in seinen zwei Jahren ein paar Kontakte in Spanien erarbeitet. Der FC Cordoba war desaströs aus der ersten Liga abgestiegen und brauchte nun ein paar neue Kräfte, die beim Wiederaufstieg helfen konnten. Und so spielt Marius Stankevicius nun seit dem Sommer in Cordoba und lässt es sich gut gehen. Wenn er nicht gerade muskuläre Probleme hat – wie seit vergangenem Wochenende mal wieder – bespielt er die Rechtsverteidigerposition seit eh und je.

Eine echte #h96legende.

Noch jemand?

Gestern tauchte der Name Morten Jensen hier auf, der das Spiel nach Daniel Haas bestritt. In seiner Zeit bei 96 machte er noch ein zweites Spiel, am 17. Spieltag der Saison 08/09 gegen Arminia Bielefeld. Ein nicht weiter erwähnenswertes 1:1. 2010 ging der Husumer, der seit der B-Jugend 96er war, nach Kassel. Von da aus transferierte er weiter über Holstein Kiel nach Elversberg. Dort, in der Regionalliga Südwest, spielt der heute 28-Jährige als Stammtorhüter in der 4. Liga.

In der Saison 14/15 tauchte auch Stefan Thesker kurz bei Hannover 96 auf. Im Sommer von Korkut aus Hoffenheim geholt, machte der Verteidiger als Ersatz für Prib und Albornoz links hinten gegen Frankfurt und vor allem gegen Hertha keine schlechte Figur, war in der Winterpause aber schon wieder verschwunden. Ablösefrei geholt, wurde er für 100.000 Euro an Greuther Fürth abgegeben. Dufners Meisterstück. Mittlerweile spielt der 24-Jährige dort relativ regelmäßig. Entweder als Innen- oder als Linksverteidiger.

 

Morgen wird das dritte Türchen geöffnet. Gespannt?