3/34 – Runkel

Tradition schon seit Jahren,
es wird hingefahren,
dem Sieger winkt Wonne und Huld.
Bei Sonne, bei Regen,
in Gärten, auf Wegen,
wers Ziel nicht trifft, ist selber Schuld.

Erst Grillen, dann schießen,
den Glücksgott begießen,
es ist ja nur halbwegs ein Spiel.
Bei Kaffee und Kuchen
begann dann das Fluchen,
weil das Zielobjekt einfach nicht fiel.

Um fünf dann das Ende,
ein Traumschuss – behände –
der Seriensieger obenauf.
Als Außenseiter ganz achtbar,
2019 kein Stress mit dem Nachbar.
Auswärts nimmt es erneut seinen Lauf.

Was, Fußball war auch dran?
Parallel im Zeitplan?
Davon habe ich nichts gesehn.
Die Runkel war wichtig,
Rasenball nichtig.
Doch beim Glubb wird ein Wunder geschehn.

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2/34 – Kopfball

Das Alu als Retter,
am Tor und am Treter,
man danke dem Stoff aus Bauxit.
Ansonsten viel Leere,
Geschiebe, Gequere,
Pyrorauch, der umständlich verzieht.

Im Fokus ein Kopfball,
ganz abseits der Vorfall:
Ein viral folgenreiches Duell.
Wie Schmelzer und Maina,
der Gegner kaum einer,
zu langsam, nur einer war schnell.

Ein Schnitt auf die Tribüne
statt aufs welkende Grüne
und schon war das Wunder geschehn,
dass wir Bilder von dieser
Partie – ziemlich mieser –
noch im Spieltagsrückblicke sehn.

Nach der Länderspielpause,
vor der jeder sich grause,
ist Leipzig die nächste Station.
Profi Henne wird wirbeln,
Bälle in den Knick zwirbeln
und drei Punkte sind dafür der Lohn.