Joseluuuu!

Joseluuuuu…

Jaja, ich weiß schon. Eigentlich ging die meiste Zeit heute morgen dabei verloren, irgendeine Knaller-Überschrift mit “5-Sterne-Performance” und “Walldorf Astoria” zu finden. Aber das wäre ja nicht nur zu bemüht, sondern auch noch schlichtweg gelogen. Das Spiel war… puh… sagen wir mal so souverän wie letztes Jahr in Hamburg. Deswegen stattdessen mein neuer Ohrwurm.

 

Aber der Reihe nach: Die Mannschaft stellte sich auf wie vermutet:

Zieler – Pander, Schulz, Marcelo, Sakai – Andreasen, Schmiedebach – Prib, Stindl, Bittencourt – Joselu.

Bei der Bank lag ich auch nur einmal daneben: Statt Valmir Sulejmani war Maurice Hirsch mit dabei. Trotzdem wurde es kein so unterhaltsames 3:1 wie gegen Lazio. Insbesondere die sehr hoch stehende Abwehrkette war äußerst anfällig, wenn das Mittelfeld im Aufbauspiel den Ball verlor. Walldorfs schnelle Angreifer konnten die Schnittstellen gut nutzen, daraus entstanden zunächst der Pfostenschuss beim Stand von 0:0 und dann Marcelos Platzverweis kurz vor der Halbzeit. Ich hatte mich bereits während des Spiels gefragt, ob es so sinnig ist, bei einer solchen Taktik die langsamsten Spieler in der Innenverteidigung stehen zu haben. Zwar ist davon auszugehen, dass wir nicht die Mehrheit der Bundesliga-Spiele so beginnen werden, aber Sorgen macht es schon.

Nach vorne ging es zunächst nicht schlecht, nur die Präzision im Abschluss ließ zunächst auf sich warten. Auch Christian Panders oft hoch gelobten Hereingaben erinnerten mehr an Kocka Rauschs Glanzzeiten und der Streuweite einer Schrotflinte. Immerhin fand eine Freistoßflanke den Kopf von Joselu zum 1:0. Das erste von hoffentlich zahlreichen Pflichtspieltoren für Hannover 96. Eigentlich hatte er vor der Pause schon das 2:0 nachgelegt, doch das Schiedsrichtergespann fällte seine erste Fehlentscheidung und gab den Treffer wegen Abseits nicht.

Im Gegenzug gab Marcelo dann alles daran, seinen Kritikern Feuer zu geben. Zwar war er an dieser Situation nicht allein schuldig, aber wie er sie dann versuchte zu lösen, war durchaus zweifelhaft. Rot war 100% korrekt für diese amateurhafte Grätsche 20m vor dem eigenen Kasten. Die Befürchtung, Korkut könnte nun Felipe einwechseln, zerstreute der Trainer glücklicherweise, indem er Andreasen in die Viererkette zurückzog. Stindl ließ sich ebenfalls etwas weiter zurückfallen.

 

Nach der Pause kam es zum verdienten Ausgleich. Erst streckte Christian Schulz mit einer Grätsche zwei Angreifer nieder, wofür ich ihm noch sehr dankbar war. Als beim anschließenden Freistoß aber die ganze Abwehr pennte, stand das Erreichen von Runde 2 auf einmal auf wackligen Füßen. Das Selbstvertrauen der Mannschaft war angeknackst und wenn 96 mal in den gegnerischen Strafraum kam und gefoult wurde, entschied der Schiedsrichter auf weiterspielen. Zweimal.

Als Walldorf die Kräfte ausgingen, drosch “local hero” Lars Stindl den Ball erst volley in den Winkel, dann legte Joselu seinen zweiten Treffer nach. Ab dann durften auch Albornoz und Gülselam ihre ersten 96-Pflichtspielminuten ableisten und Schlaudraff kam zum Zeit schinden.

Insgesamt keinesfalls eine überzeugende Leistung. Sowohl auf als auch neben dem Platz. Ein Hauch von Kreisliga wehte durch Walldorf. 500 96-Fans sollen dagewesen sein, gehört habe ich ungefähr 15. Während die Ultras im Beekestadion waren, herrschte im Auswärtsblock von Walldorf friedliche Stille. Selbst nach den erlösenden Toren wurde nichts angestimmt, das war traurig.

 

Im angesprochenen Beekestadion spielte mittags die U23 und gewann ungefährdet mit 3:0 (2:0) gegen den Lüneburger SK. Bähre, Ernst und Sané trafen für die Reserve, die sich damit auf Rang 4 der Regionalliga Nord verbessert.

 

Was machen die Ehemaligen?

West-Brom-Fans sind schwer beeindruckt mit Sebastien Pocognoli. Der Belgier zeigte beim 2:2 zum Auftakt gegen Sunderland eine ansprechende Leistung, den Stammplatz scheint er sicher zu haben. Das freut mich sehr für ihn, ich denke der englische Fußball passt zu ihm.

Mame Diouf durfte 70 Minuten für Stoke gegen Aston Villa spielen und trat bei der 0:1-Niederlage nicht weiter in Erscheinung.

Szabi holte gegen Shanghai einen Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen Shanghai heraus. Durch schlechte Abwehrleistungen wurde es ein 1:2.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s